Arbeitsprogramm im PDF-Format
Wir, die aktiven Mitglieder von alz-eth, sind eine Gruppe von Einzelkämpfern oder solchen, die sich bereits in einer Organisation engagieren. Wir besitzen Kompetenz durch unsere berufliche Ausbildung und Tätigkeit und/oder durch Erfahrungen im alltäglichen Zusammenleben mit alten, dementen Menschen als (ehemalige) pflegende Angehörige.
Wir sind betroffen von dem, was zu vielen dementen Menschen in unserem Land geschieht. Wir übernehmen Teile des Programms einer regionalen Alzheimer-Gesellschaft:
Wir stellen die von Demenz betroffenen Menschen in den Mittelpunkt unserer Arbeit
Wir sind überzeugt von der Würde des Menschen (GG Art. 1 (1), gleich in welchem Alter, gleich in welcher Lebenslage, gleich mit welchen körperlichen und geistigen Fähigkeiten.
Wir sehen die Einmaligkeit eines jeden Menschen - körperlich, seelisch und geistig.
Und wir werten: Es ist normal, verschieden zu sein.
Jeder Mensch erfüllt mit seinen individuellen Möglichkeiten seine Lebensaufgabe für sich selbst und andere.
Wir nehmen wahr, dass Behinderung, Leiden und Wohlbefinden Daseinsmöglichkeiten menschlichen Lebens sind. Leiden wird für uns zur Aufforderung, Hilfen zu leisten, die lebensfördernd sind.
Wir mischen uns ein in Politik, Wirtschaft, Kultur....
Unsere Welt soll so gestaltet werden, dass die Unverletzlichkeit der menschlichen Würde des Anderen garantiert ist.
Wir ordnen das Recht auf Forschungsfreiheit den Grundrechten auf Bewahrung der Würde des Menschen und der freien Entfaltung der Persönlichkeit unter.
An Menschen, die nichteinwilligungsfähig sind, dürfen nur Heilversuche, keine Experimente durchgeführt werden.
Wir erteilen eine entschiedene Absage allen Abgrenzungsversuchen über Lebenswert und Lebensrecht, auch unter Kosten- und Nutzenkriterien und einer fremdbestimmten Definition von Lebensglück.
Demente Menschen sind für uns faszinierende Menschen.
Diesen Text entwarf unsere Mitarbeiterin Frau Renate Demski in Übereinstimmung mit dem GG Art. 1-3.
Formulierungshilfe gaben die "Ethischen Grundaussagen der vier Fachverbände der Behindertenhilfe": Verband Anthroposophischer Einrichtungen für Heilpädagogik und Sozial-Therapie e.V., Verband Evangelischer Einrichtungen für Menschen mit geistiger und seelischer Behinderung e.V., Verband Katholischer Einrichtungen für Lern- und Geistigbehinderte e.V. und Bundesvereinigung Lebenshilfe für geistig Behinderte e.V.
Zitat:
"Worte und Bilder bestimmen unser Denken. Entscheidend ist, dass sie uns helfen zu lernen. Was wir zu lernen haben, ist so schwer und doch so einfach und klar: Es ist normal, verschieden zu sein." Richard von Weizsäcker. 1. Juli 1993
Paul Hermkes
(Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Kreis Neuss e.V./ Nordrhein, seit 11. 9. 2000 Gründungsvorsitzender, verstorben)