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10.04.10: Veranstaltungen, an denen ALZheimer-ETHik in der nächsten Zeit teilnimmt:

  • Care Fair 2010, Fachmesse für Pflege und Rehabilitation, CCN-Ost Nürnberg 22./23. April 2010
    Dort gibt es unseren Präsentationsstand in Halle 4a / Nummer D 3
    Ausführliche Infos zur Messe: www.carefair-germany.de
  • Landeskonferenz des Landesverbandes Landeskirchlicher Gemeinschaften Sachsen, Zwickau 9. Mai 2010
    Ort:
    Stadthalle / Turnhalle
  • 2. Ökumenischer Kirchentag, München 12.- 16. Mai
    Das Leitwort des Kirchentages lautet: "Damit ihr Hoffnung habt."

    Für einen Menschen mit Demenz und seine Angehörigen bedeutet dies Hoffnung auf menschliche Akzeptanz, Zuwendung, Angenommensein, ein Leben in Würde trotz der Erkrankung, adäquate Betreuung und Pflege und die Aussicht auf medizinische Erfolge - die Bewältigung der Krankheit.

    "Eine Stadt, fünf Tage und über 100.000 Teilnehmer"...
    Der Ökumenische Kirchentag in München hat jedem etwas zu bieten, gleich welcher Konfession und Weltanschauung.
    ALZheimer-ETHik e. V. ist dabei. Sie finden uns in Halle B 5 / Stand I 19.

    Freundlichst möchten wir hinweisen wir auf die Veranstaltungen des Zentrum(s ) Älter werden (Halle B 1 - Süd) und des Forum(s ) "Chancen und Grenzen des Lebens im Alter" (Halle B 1 - Nord)
    Siehe:  www.oekt.de (Programm >Programmdatenbank > Suchbegriff) oder www.forum-katholische-seniorenarbeit.de (Senioren in der Diözöse Rottenburg-Stuttgart > Aktuelles)
  • City-Festival, Hamm (Westf.) 29./30. Mai 2010


29.03.10: Ein leiser Abschied. Wir trauern um Rose-Elisabeth Hilz

Am 4. März 2010 verstarb Rose-Elisabeth Hilz, Gründungsmitglied und langjährige 2. Vorsitzende von ALZheimer-ETHik e.V. und Begleiterin der Alzheimer-Angehörigen-Selbshilfegruppe, Hamm. Nachfolgend unsere Anzeige.



20.05.08: Trauer um Renate Demski

Renate Demski

ALZheimer-ETHik e.V, diese Selbsthilfe ist eng verbunden mit dem Namen einer beeindruckenden Persönlichkeit: Frau Renate Demski aus Hamm, Begründerin und ehemalige Erste Vorsitzende. Renate Demski entschlief wenige Tage vor ihrem 63. Geburtstag am 15. Mai 2008 nach einer schweren Erkrankung.

Ihr Leben war kurz und dennoch reich: Ein Leben, das in den letzten Jahren ganz im Zeichen der Verbesserung der Situation von Menschen mit Demenz stand. Renate Demski war eine starke Frau, eine kluge Frau, eine, mit ihren Fragen an Verantwortliche, Politiker und Wissenschaftler immer treffsichere Frau, eine höfliche Frau, eine an das Gute im Menschen glaubende Frau, eine Frau, die wehrhaft und zugleich verletzlich war, ganz im Zeichen und an den Bedürfnissen ihres Anliegens orientiert. Ihr Anliegen: die Sorge um bessere Pflege und psychosoziale Betreuung von Menschen mit Demenz, weniger Psychopharmaka, keine Fixierung, mehr Unterstützung der Angehörigen. Selbst ehemalige pflegende Angehörige konnte sie sich unnachahmlich einfühlen in die Bedürfnisse Betroffener. Renate Demski mahnte unermüdlich auf allen Ebenen: auf der Ebene der Politik, der Wissenschaft, der Kirche. Sie, die sehr gut gebildete Lehrerin für Deutsch, Französisch und Religion konnte sich eloquent mit Stellungnahmen und Positionspapieren auf Kongressen, in Gremien und an einschlägigen Stellen einbringen.

Zuletzt haben wir Renate Demski in Leipzig auf dem Dementia Fair Congress erlebt. Bereits schwer erkrankt, hat sie mehrere Vorträge gehalten. Streitbar, angreifbar, entwaffnend ehrlich und provozierend wie gewohnt. Selbst diejenigen, die Dispute mit Renate Demski geführt haben oder sich inhaltlich distanziert haben, werden ihr dennoch Respekt zollen. Respekt für den selbstlosen Einsatz für eine verletzliche Gruppe von Mitmenschen, Respekt für den insistierenden Gestus, Respekt für die Unabhängigkeit von der Pharmaindustrie, Respekt für den Wunsch, Brücken zwischen Versorgungsalltag und Wissenschaft zu schlagen.

Wir trauern um Renate Demski und sind dankbar, von ihr gelernt zu haben.

Für ALZheimer-ETHik e.V: Annegret Neuroth, Hamm; Gabriele Meyer, Dortmund

Photo: GRYSA, aufgenommen Dementia Fair Kongress, Leipzig, Feb. 2008



Veranstaltungskalender

Auf der Webseite http://www.alzheimer-oekumene.de/ finden Sie einen Veranstaltungskalender mit Terminen zum Thema Alzheimer / Demenz.

Weiter zum Veranstaltungskalender


Weltalzheimertag 2007

Wir danken  denjenigen Freunden, Nachbarn, Angehörigen, freiwilligen Helfern, Pflegern und auch Organisationen (auch ALZheimer-ETHik), die sich ohne finanziellen Gewinn für eine Verbesserung der Situation einsetzen und die unzweifelhaft bestehenden Mängel und Missstände zumindest lindern helfen!

Wir danken den zuständigen BundesministerInnen, Frau Ulla Schmidt, Frau Dr. Ursula von der Leyen und Herrn Seehofer, dass sie eine Reform der Pflegeversicherung angegangen sind. Darin werden Bemühungen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zumindest im Ansatz erkennbar.
Eine durchgreifende Neuausrichtung der Pflegeversicherung steht jedoch weiterhin aus.

Weitere Anmerkungen aus Betroffenensicht zu dem Reformvorschlag, unter anderem:

  1. Der Grundsatz "ambulant vor stationär" wird zu wenig durch die vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt.  (Z.B. durch die zu geringe Erhöhung von Pflegegeld und Pflegesachleistung)
  2. Die Reform verschärft soziale Unterschiede. (Z.B. Bürger ohne finanzielle Rücklagen können während der Begleitungs- und Pflegezeit ihren Lebensunterhalt nicht finanzieren. Zudem ist gerade für Menschen mit Demenz eine längere Begleitungs- und Pflegezeit als bislang geplant erforderlich.)
  3. Zu viel Geld wird ausgegeben für Institutionen und Organisationsstrukturen. (Z.B. Dem gesamten "Beratungswildwuchs" in unserem Land werden zwei weitere Beratungsstellen hinzugefügt.)
  4. Effektivere Kontrollen in Institutionen für Pflegebedürftige sind nötig. Offenlegung und Transparenz sowie das Recht, Vergütungssätze zu kürzen (Privatzahler, Sozialämter), wenn die vertraglich vereinbarten Leistungen (z.B Personal) nicht erbracht werden. Wirksamere Instrumentarien und gesetzliche Möglichkeiten sind zu schaffen, um die Pflegedefizite wirksam und dauerhaft zu beheben.
  5. Der neue Beraterkreis des Bundesgesundheitsministeriums für Pflege-Expertenstandards muss offen für Kritik sein (Die bisherigen Standards sind z.B. unzureichend, werden kostenträchtig für Institutionen weiter verbreitet und erreichen pflegende Angehörige nicht.)


Wir danken Mitarbeitern von Pharmafirmen, die dazu übergegangen sind, in Infos für Menschen mit der Diagnose Demenz und ihre Angehörigen mitzuteilen, dass ihre Anti-Dementiva helfen  k ö n n e n, jedoch keinesfalls zuverlässig tun. Wir begrüßen diesen Schritt zur Aufrichtigkeit - auch angesichts der wissenschaftlichen Datenlage und Erfahrungen von Patientinnen und Patienten.

Wir danken Forschern für ihre Bemühungen, Demenz als ein Geschehen zu begreifen, das durch unterschiedliche Faktoren bedingt wird, z.B. auch durch soziale Faktoren. Wir danken Forschern, die ethische Normen berücksichtigen, z.B. in der Beschränkung auf aussichtsreiche Forschung mit adulten Stammzellen.

Wir danken den Medien, dass sie sich des Themas Pflege verstärkt angenommen haben und weiter annehmen - in der Weise, dass Hilfe- und Pflegebedürftige, insbesondere Menschen mit Demenz, als Mitbürger dargestellt sind.

Sehr dankbar wären wir Ihnen für Rückmeldungen.
Für Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.


Mitglieder in ALZheimer-ETHik, Endredaktion Renate Demski +, (ehemals) 1. Vors.

ALZheimer-ETHik e.V
Tel. Mo, Mi, Fr 9 - 12 Uhr: 02381 / 9722 884

Mail alzheimer-ethik@t-online.de
www.alzheimer-ethik.de
www.alzheimer-alternativ-therapie.de



31.8.07: Bericht des MDS enthüllt schwere Mängel in der Pflege
Jeder dritte Betroffene bekommt offenbar nicht ausreichend zu essen
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/19/0,3672,7000403,00.html



Gesetzesentwurf "Reform zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung"
260 Seiten im PDF-Format, Stand 10.09.07

Die Stellungnahme von ALZheimer-ETHik können Sie anfordern!


(Prof.) Klaus Dörner,
Leben und Sterben, wo ich hingehöre.
Dritter Sozialraum und neues Hilfesystem

Ein Buch für jeden, der Interesse an sich selbst hat und auch an seinen Mitmenschen ... auch an Menschen mit Demenz.



Was aktuell bleibt :
Alzheimer-Ethik

Bitte, leihen Sie dementen Menschen, die nicht für sich selbst sprechen können, Ihre Stimme ...

In Deutschland leben 1 Million demente Menschen, am häufigsten mit Alzheimer, Tendenz. steigend. Jeden von uns kann es treffen.

Verschiedene Organisationen "kümmern" sich um diese Menschen. Warum sollte es noch eine zusätzliche Organisation "alz-eth" geben?

Wir stehen unmissverständlich auf der Seite der dementen Menschen.
Wir sind unabhängig.

Initiatoren von alzeth sind ehemalige pflegende Angehörige von dementen Menschen. Das Leben mit unseren dementen Familienangehörigen war für uns bereichernd.

Fachleute mit Erfahrungskompetenz und mit erlernter Kompetenz, die dies verstehen, sollen unter den verschiedenen Links zu Wort kommen.

Wir stellen uns vor, dass es bundesweit (und auch in anderen Ländern) sehr viele Menschen gibt, die bestehende und sich ankündigende Verletzungen der Grundrechte von dementen Menschen nicht hin- nehmen wollen.

Lieber Leser, Sie können für diese Menschen zur Lobby werden allein schon durch Ihre (kostenlose) Mitgliedschaft bei alzeth (siehe Link: Mitgliedschaft).

Bitte, leihen Sie dementen Menschen, die nicht für sich selbst sprechen können, Ihre Stimme ...